Die Passion des Teams steht im krassen Gegensatz zum Klischee des typischen Australiers, der das Leben genießt und seine Zeit nicht mit Arbeit verschwendet. Einige Studenten nächtigen fast täglich im Schlafsack an der Uni und arbeiten zwanzig Stunden am Tag daran, die Deadline zu erreichen.
Meine Arbeit an der Uni gliedert sich momentan in zwei Bereiche. Einerseits unterstütze ich das Team in der Fertigung, andererseits arbeite ich mich in mein eigenes Studienarbeitsthema ein.Mit der Fertigung hat dieselbe nämlich zunächst wenig zu tun. Bei mir stehen vielmehr aerodynamische Optimierungen der Sidepods mittels CFD und anschliessender Validierung im Windkanal auf dem Plan.
Etwas weniger technisch ausgedrückt besteht meine Aufgabe darin, das Auto schnittiger zu machen, sodass es beim Fahren nicht erst wie ein Lastwagen riesige Luftmassen bei Seite schieben muss. Dabei konzentriert sich meine Arbeit auf die sog. Sidepods, die Kästen an der Seite des Rennwagens (wo im obigen Bild die Nummer 23 aufgeklebt ist).
Das Ganze wird im Computer durchgeführt und führt zu vielen farbigen, hübschen Bildern – im Bild hier ein einfacher Klotz im Wind.
Was ich wirklich faszinierend finde, sind die absolut geilen Technologien, die überall zum Einsatz kommen: Karbonfaserhonigwabenmonocoque wie in der Formel 1, Einspritzdüsen von Lamborghini (als Tuningartikel für den Gallardo erhältlich), eine Benzinpumpe vom AMG Zwölfzylinder Motor, etc. Alle erdenklichen Teile werden aus Karbon hergestellt, um auch das letzte Gramm Gewicht zu sparen.
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