Bei all der Arbeit und dem Trubel an der Uni bin ich schon fast drei Wochen in Melbourne gewesen, ohne auch nur eine einzige Sehenswürdigkeit besichtigt zu haben. Als Sina übers Wochenende aus Sydney rübergejettet kam, nahmen wir uns daher vor, in vier Tagen Melbourne abzugrasen.
Mit all den Gebäuden und Attraktionen will ich euch hier (größtenteils) verschonen, zumal damit sowieso nicht das Wichtigste rüberkommt – der Flair.
Schlendert man einfach ziellos durch die City, entdeckt man überall gemütliche Cafés, kleine Shops, Märkte, viktorianische Einkaufspassagen und vor allem eines – kulinarische Spezialitäten aus aller Herren Länder.
Melbourne erinnert in dieser Hinsicht entfernt an New York, da die meisten dieser Restaurants sich in bestimmten Vierteln ballen, auf dem Foto hier etwa Chinatown.
Sina und ich haben uns zunächst für die Italiener in der Lygon St. und am anderen Abend für die Acland St. in St Kilda entschieden, die für ihre kleinen Cafés und vor allem Konditoreien mit Kuchen und Torten in allen Variationen bekannt ist.
Direkt am überraschend schönen Strand gelegen ist St Kilda im Sommer ein beliebtes Viertel ob der vielfältigen Cafés, Restaurants und Bars sowie des Nachts aufgrund des puslierenden Nachtlebens.Gerade was das Nachtleben anbelangt, ist Melbourne etwas eigen. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten konzentriert sich die Bars und Clubs keinesweg im Stadtzentrum, sondern sind über einige Viertel verteilt. Ein typischer Abend involviert also mehrere Taxifahrten von einer Location zur nächsten. In Verbindung mit den horrenden Alkoholpreisen kann das Nachtleben sehr schnell sehr teuer werden – vor allem, wenn man mit Bella, Bobbie & Friends unterwegs ist.
Melbourne ist für seine lebendige Kunstszene bekannt, wovon ich allerdings bislang noch wenig zu Gesicht bekommen habe. Allgegenwärtig sind allerdings Graffitis, von denen unzählige Häuserwände und Gassen überzogen sind. Es gibt sogar mehrstündige Führungen, bei denen man Melbournes schönste Graffitis zu Gesicht bekommt.
Alles in allem macht die Stadt irgendwie einen anziehend lebendigen Eindruck. Etwas bereue ich es noch immer, dass ich nicht in der City wohnen kann…
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