Sonntag, 25. Oktober 2009

Besuch aus Sydney - endlich Sightseeing!

Bei all der Arbeit und dem Trubel an der Uni bin ich schon fast drei Wochen in Melbourne gewesen, ohne auch nur eine einzige Sehenswürdigkeit besichtigt zu haben. Als Sina übers Wochenende aus Sydney rübergejettet kam, nahmen wir uns daher vor, in vier Tagen Melbourne abzugrasen.
Mit all den Gebäuden und Attraktionen will ich euch hier (größtenteils) verschonen, zumal damit sowieso nicht das Wichtigste rüberkommt – der Flair.

Während Melbourne eigentlich ein einziger großer Vorort ist – neben den Wolkenkratzern des Central Business Districts schließen beinahe sofort eingeschossige Wohnhäuser an – vermitteln aber gerade auch die Häuserschluchten des CBD mit all den vielen, winzigen Gassen einen ganz eigenen Charme.
Schlendert man einfach ziellos durch die City, entdeckt man überall gemütliche Cafés, kleine Shops, Märkte, viktorianische Einkaufspassagen und vor allem eines – kulinarische Spezialitäten aus aller Herren Länder.

Wäre ich mit reichen Eltern gesegnet (hähä), würde ich jeden Abend vom einem Viertel ins nächste ziehen und italienisch, vietnamesisch, afrikanisch, arabisch, türkisch, thailändisch, amerikanisch, chinesisch, spanisch, deutsch oder australisch  essen.

Melbourne erinnert in dieser Hinsicht entfernt an New York, da die meisten dieser Restaurants sich in bestimmten Vierteln ballen, auf dem Foto hier etwa Chinatown.

Sina und ich haben uns zunächst für die Italiener in der Lygon St. und am anderen Abend für die Acland St. in St Kilda entschieden, die für ihre kleinen Cafés und vor allem Konditoreien mit Kuchen und Torten in allen Variationen bekannt ist.


Oder, um es anders auszudrücken: Sinas Paradies. Ich musste sie dann auch mit aller Gewalt davon abhalten, die Konditoreien der Reihe nach leer zu futtern. Hier Sina vor einem Berg aus Kalorien und mit zwei (!) Gabeln. Ja Sina, gib zu, dass du ein altes Fressi bist!








St Kilda ist einer der hippen Vororte von Melbourne, welcher durch seine angenehme, fast mediterrane Athmosphäre besticht.




Direkt am überraschend schönen Strand gelegen ist St Kilda im Sommer ein beliebtes Viertel ob der vielfältigen Cafés, Restaurants und Bars sowie des Nachts aufgrund des puslierenden Nachtlebens.



Gerade was das Nachtleben anbelangt, ist Melbourne etwas eigen. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten konzentriert sich die Bars und Clubs keinesweg im Stadtzentrum, sondern sind über einige Viertel verteilt. Ein typischer Abend involviert also mehrere Taxifahrten von einer Location zur nächsten. In Verbindung mit den horrenden Alkoholpreisen kann das Nachtleben sehr schnell sehr teuer werden – vor allem, wenn man mit Bella, Bobbie & Friends unterwegs ist.

Schön sind auch die vielen Parks von Melbourne, allen voran die Royal Botanic Gardens. Sehr natürlich angelegt ist der Park perfekt, um faul in der Sonne zu liegen oder herumzuschlendern.


Melbourne ist für seine lebendige Kunstszene bekannt, wovon ich allerdings bislang noch wenig zu Gesicht bekommen habe. Allgegenwärtig sind allerdings Graffitis, von denen unzählige Häuserwände und Gassen überzogen sind. Es gibt sogar mehrstündige Führungen, bei denen man Melbournes schönste Graffitis zu Gesicht bekommt.



Alles in allem macht die Stadt irgendwie einen anziehend lebendigen Eindruck. Etwas bereue ich es noch immer, dass ich nicht in der City wohnen kann…

Andererseits - wenn ich sehe, wie gemütlich es bei uns ist, bin ich doch froh, hier in North Watsonia zu sein:


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