Donnerstag, 8. Oktober 2009

Goodbye Germany!

Kurze Kontrolle am Abflug: Bequeme Sitze – Check. Proviant in Form von Süßigkeiten – Check. Riesige Auswahl über hunderte von aktuellen Filmen via Touchscreen – Check. Krimi und Reiseführer zum Lesen dabei – Check. Laptop zum Studienarbeit schrieben dabei – Check. Abflugerlaubnis erteilt.

Die ersten 7 Stunden Flug sind spaßig. Abwechselnd Stig Larsson lesen (sehr dramatisch), aktuelle Kinofilme wie Pelham 123 (sehr spannend), Ice Age 3 (sehr lustig) oder Selbst ist die Braut (sehr amüsant) schauen und ständig mit heißen Tüchern, Soda und Snacks versorgt werden (sehr angenehm), was will man mehr. Eroberungslaune.

In den 7 Stunden von Dubai nach Singapur schwächt sich die Begeisterung zunehmend ab. Spätestens nach 500g Gummibärchen ist snackmäßig die Schallgrenze erreicht, nach zig Filmen hintereinander plätschern Bilder und Dialoge nur vorbei, ohne Spuren zu hinterlassen. Angesichts der exquisiten Flugzeugspeisen setzt sich die Erkenntnis durch, dass manche anerzogenen Verhaltensmuster („Aufessen!“) in 10 km Höhe nicht mehr gelten.
Notgedrungen besteht die weitere Abendunterhaltung aus der längst überfälligen Studienarbeit, die sich jederzeit über Aufmerksamkeit freut. Ernüchterung.

Die folgenden 7 Stunden Flug zeigten, warum Fensterplätze bevorzugt sind. Außer der Aussicht bietet ein Fensterplatz den entscheidenden Vorteil, dass man sich zum Schlafen anlehnen kann. Wenn rechts eine kleine Inderin und links der Gang ist, fällt dies beträchtlich schwerer.
Nachdem die blasenschwachen Passagiere meine Beine zum zehnten Mal als Stolperfalle missbraucht haben und der kleine Mann der kleinen Inderin Atemnotprobleme bekommen hat, werde ich zwangsversetzt. Nein, nicht in die erste Klasse; nein, nicht an einen Fensterplatz – wieder auf ein Platz am Gang. Nur noch müde.

1 Kommentar:

  1. lol, cool geschrieben, an dir ist ja ein richtiger schreiberling verlorengegangen;)! sosnt alles klar down under? grüße aus dem verregneten Deutschland

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